Herbst-Special 3: Apfel-Tarte & Buchrezension „Die französische Landhausküche“

Coucou Zusammen,

jetzt kommt er, der dritte und letzte Teil meines Apfel-Herbst-Specials. Denn jetzt ist der komplette Eimer mit Äpfeln aufgebraucht.

Gestern Abend habe ich ein bisschen im Kochbuch „Die französische Landhausküche“ vom Thorbecke-Verlag gelesen da mich das Fernweh nach Frankreich etwas plagt. Das Buch steht ganz unter dem Motto „genießen wie in Frankreich“ und stellt auf 160 Seiten die leckersten Rezepte aus der französischen Landhausküche vor. Von Vorspeisen über Suppen, Fleischgerichten, Geflügel und Wild, Fisch und Meeresfrüchte, einfache Gerichten über Salate und Beilagen bis hin zu Süßem ist alles dabei!  Zu jedem Rezept gibt es schöne und stimmungsvolle Bilder, abgedruckt auf einem tollen Papier das sich schön anfassen lässt. Eine kleine Beschreibung zum jeweiligen Gericht findet man auch auf jeder Seite, was ich sehr schön finde, da man so etwas über den Hintergrund der Küche und der Lebensmittel erfährt. Von leichten Gerichten bis hin zu etwas anspruchsvolleren wie z.B. die geschmorte Rinderbrust mit Karotten ist alles dabei. Was man neben den Zutaten noch so zur Herstellung der Gerichte braucht und für wie viele Personen sich die Portion eignet wird auch aufgeführt. Oooh und beim Durchblättern läuft einem wirklich das Wasser im Mund zusammen und am Liebsten möchte man sofort alles auf einmal nachkochen. Was auf jeden Fall auf meiner To-Do-Liste steht sind die Miesmuscheln mit Fenchel, Tomaten, Knoblauch und Safran „Moules à la bouillabaisse“ – klingt das nicht genial? Eine Tarte Tatin möchte ich auch schon seit längerer Zeit machen, allerdings fehlt mir noch die passende Form dazu.

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Auf S. 142 finde ich sie dann endlich – die „einfache Apfeltarte“ oder auf französisch  die klassische „Tarte aux pommes“. 6 Äpfel braucht man dafür  insgesamt, ein Blick in den Eimer bestätigt mir – ich habe noch genau 6 übrig – also wird schnell die Schürze angezogen und die Zutaten zurechtgelegt. Für 1 Tarte mit einem Durchmesser von ca. 27 cm benötigt ihr folgendes (wenn ihr auf das Bild klickt könnt ihr euch die Zutaten in größer ansehen):

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Die Zubereitung ist eigentlich ganz leicht:

1. Für den Mürbteig das Mehl, den Zucker, die Butter in kleinen Stückchen und das Salz in einer Küchenmaschine solange rühren bis sich die Butter mit den restlichen Zutaten vermischt hat. Anschließend 3-4 EL kaltes Wasser hinzugeben und so lange rühren, bis der Teig aus groben Krümeln besteht. Jetzt werden die Krümel auf ein Backpapier geschüttet und solange miteinander festgedrückt, bis man eine Kugel formen kann, diese etwas platt drücken, Backpapier drum herum wickeln und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank geben.

2. Nach der Kühlzeit den Teig auf dem Backpapier vorsichtig zu einer Scheibe ausrollen, die etwas größer ist als die vorbereitete Backform (ich habe eine Silikon-Tarte-Form). Damit der Teig nicht reißt, habe ich die Backform kopfüber auf die Teigfläche gelegt und dann gemeinsam mit dem Backpapier umgedreht, sodass man nur noch das Backpapier runterziehen und den Teig in die Backform drücken muss. Eventuell entstehende Löcher einfach zudrücken und überstehenden Teig am Rand wegschneiden. Jetzt nochmal für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank geben.

3. Den Backofen auf 200° C vorheizen, den Teigboden mit einer Gabel ein paar mal einstechen damit keine Luftlöcher entstehen können. Jetzt über den Teig ein Backpapier geben und mit ca. 200 g trockenen Bohnen o.ä. beschweren und für 15 Minuten lang im Ofen backen. Dann das Papier und die Gewichte entfernen und nochmal ca. 10-15 Minuten backen, bis der Teig goldgelb ist. Jetzt kurz abkühlen lassen.

4. Für das Apfelpüree die Äpfel, das Mark der Vanilleschote, den Zucker und die Butter mit 4 EL Wasser in einen Topf geben. Unter häufigem rühren ca. 10-15 Minuten lang sanft köcheln lassen bis die Äpfel weich sind. Jetzt die Äpfel pürieren und gleich mäßig auf den gebackenen Teig verteilen. Die Apfelscheiben am Rand der Form in einem Kreis anordnen. Sie sollten leicht überlappen aber nicht zusammengequetscht werden. Einen zweiten, inneren Kreis bilden.

5. Jetzt die Apfelscheiben mit der zerlassen Butter bepinseln und mit dem Zucker bestreuen. Bei 200° C für ca. 25-25 Minuten backen, bis die Äpfel weich und gebräunt sind.

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Auf den Punkt 4 hätte ich mich mal besser konzentrieren sollen, ich habe mich aber zu sehr vom Abendprogramm im TV ablenken lassen und so ist mir das Apfelpüree schön angebrannt. Wie man auf den Bildern sieht ist es ziemlich dunkel geworden. Ich habe es trotzdem mal auf den Teig gegeben und gehofft, dass die Röstaromen wie gewollt schmecken ; ) Zur Wiedergutmachung habe ich noch Schlagsahne gekauft, die passt vorzüglich zu einem kleinen Stückchen Tarte. Warm serviert mit einem Stück Vanilleeis, kann ich es mir im Übrigen auch sehr gut vorstellen.

Das Rezept war im Buch super gut beschrieben und leicht nachzumachen. Es ist wirklich nicht schwierig einen leckeren und original französischen Kuchen hinzukriegen. Übrigens kann man den Belag auch wahlweise mit Birnen, Quitten oder anderem leckeren Obst austauschen!

2 Comments

  1. Lena Luke

    Hi, wg der Tarte Tatin hab ich einen Tip. Du meintest doch, dass dir noch eine geeignete Form fehlt. Du kannst auch eine beschichtete Pfanne (24/26 je nach Wunsch) nehmen. Am besten eine die nach oben breiter wird – sieht schöner aus. Da kann man die Äpfel dann karamellisieren und anschl. den Teig drüberlegen. Falls der Griff nicht ofenfest ist: abschrauben :-) Klappt super.

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