Der (Alb)traum einer neuen Küche ?!

Hallo meine lieben Leser,

vor einiger Zeit war es lange still um coucoubonheur … und das hatte einen Grund. Vor mittlerweile über einem halben Jahr habe ich meine große Liebe München verlassen, um einer anderen Liebe zu folgen – und zwar wieder zurück in meine alte Heimat. Nach Forchheim. Somit stand Ende 2016 / Anfang 2017 nicht nur Kartons packen auf dem Programm, sondern auch Bewerbungen für einen neuen Job zu schreiben, Wohnungssuche, Kartons wieder auspacken und die ganze riesen Organisation die eben bei so einem großen Neuanfang dazukommt.

Sehr auf trab gehalten, hat uns auch die Planung und Organisation der neuen Küche.

Da unsere Wohnung ein Neubau ist, und noch keine Küche vorhanden war, mussten – nein DURFTEN – wir uns selbst um die neue Küche kümmern. Ist das nicht der Traum jeder Frau? Die neue Küche nach den eigenen Vorlieben und Anforderungen zu erstellen? Zuerst würde ich ganz klar sagen: JA! Aber … ein wirklich großes Aber schwingt bei der ganzen Sache mit. Denn ich muss gestehen, wir haben uns das viel einfacher und günstiger vorgestellt. Sehr schnell haben wir aber gemerkt dass wir uns nicht nur für einen Anbieter entscheiden mussten mit dem wir die Küche realisieren, sondern auch dass wir aus 923.760 verschiedenen Möglichkeiten, Kombinationen, Materialien, Features, Geräten und Oberflächen aussuchen mussten. Und das zu einem bezahlbaren Preis!

Denn die Traumküche gestalten kann man ja recht easy, kommt allerdings der Faktor „Preis“ dazu,  muss man anfangen Kompromisse einzugehen, genau zu überlegen was man nun wirklich braucht, was man wieder streicht, und und und. Da spielen tatsächlich eine Menge anderer Faktoren mit.

Bevor ich euch meine neue Küche zeige – die wirklich großartig geworden ist – schreibe ich euch meine persönlichen Erfahrungen und Tipps zum Kauf einer neuen Küche auf, falls ihr auch mit dem Gedanken spielt oder demnächst ein Kauf ansteht.

  1. Zuerst müsst ihr euch überlegen ob ihr bereits fertige Küchenmodule kauft und diese einfach bei euch einbaut (wie z.B. bei Ikea) oder ob ihr eine Anfertigung nach euren Ansprüchen und Anforderungen haben möchtet. –> Da unsere Küche sich gemeinsam mit dem Wohn- und Essbereich in einem großen Raum befindet, und sie sich deshalb besonders gut in die Raumgestaltung einfügen muss, haben wir uns für eine für uns eigens angefertige Küche entschieden
  2. Jetzt müsst ihr euch überlegen wo ihr die Küche planen und beauftragen wollt. Wir haben uns zuerst bei einem kleinen Küchenstudio beraten lassen, haben allerdings unsere Küche dann bei XXLutz geplant und bestellt. Der faire Weg war das sicher nicht, aber in Sachen Preis haben die „Big Player“ leider viel bessere Angebote. Wer es sich leisten kann, dem würde ich wirklich empfehlen die Kleinen, mittelständischen Familienunternehmen zu unterstützen da die Beratung und der Kontakt hier ohne Frage wesentlich besser sind!
  3. Bei größeren Anbietern solltet ihr ein bisschen hellhörig bleiben und euch informieren wann es Aktionen und Angebote bei einem Küchenkauf gibt. Bei XXLutz könnt ihr zum Beispiel on top noch Einkaufsgutscheine absahnen (die man bei einem Umzug wirklich gut gebrauchen kann), oder es gibt die Mehrwertsteuer geschenkt, oder oder oder. Da könnt ihr euch gleich locker ein paar hunderte Euro sparen.
  4. Beginnt rechtzeitig mit der Planung! Da viele Küchen wirklich lange Lieferzeiten haben und ihr die Wartezeit ohne Küche überbrücken müsst, ist es nur zu empfehlen so schnell wie möglich mit der Planung zu starten. Wir haben fast 3 Monate auf unsere Küche gewartet.
  5. Nehmt euch viel, viel Zeit! Vor allem wenn es eure erste Küchenplanung ist. Wir saßen in unserer „1. Sitzung“ über 4 Stunden mit dem Berater zusammen um alle Details zu besprechen. Die Küche soll ja perfekt werden und EUCH gefallen! Lasst euch daher bloß nicht hetzen und kommt ggf. ein zweites mal um die Planung fortzusetzen.
  6. Überlegt euch vorher schon in welchem Stil euch Küchen gefallen, nehmt zum Beispiel auch Fotos mit die ihr zeigen könnt. Tolle Inspirationen findet man zum Beispiel auf pinterest. -> Mein Inspirations-board das ich damals gemacht habe findet ihr unten.
  7. Schreibt euch auf was euch sehr wichtig an der Küche ist, welche Geräte ihr unbedingt braucht und worauf ihr Wert legt. Nehmt den Zettel mit damit ihr auch nichts vergesst! -> Bei mir war das z.B. viel Stauraum und Arbeitsfläche, ein guter Backofen und eine leistungsstarke Umlufthaube.
  8. Schlaft eine Nacht über eure geplante Küche bevor ihr sie bestellt. Es fällt einem doch immer nochmal etwas ein das man vergessen hat oder anders machen würde.
  9. Kommt es zum finalen Kauf versucht IMMER zu verhandeln! Die Berater haben IMMER einen Spielraum zur Verfügung den sie nach unten gehen können, holt also raus was geht! Manchmal muss man nur etwas direkt sein und z.B. nach einem Rabatt oder Einkaufsgutschein fragen. Dinge wie kostenlose Garantieverlängerung oder eine kostenlose Übergangsküche zum Leihen spielen hier auch eine Rolle.

Und hier noch ein paar Tipps zum Kauf eurer Küche:

  1. Achtet auch auf die Kleinigkeiten, z.B. ob das Besteckfach oder ein Mülltrennsystem schon vorhanden sind, dann könnt ihr euch einen weiteren Kauf sparen.
  2. Solltet ihr nicht für immer in der Wohnung bleiben und die Küche später einem Nachmieter weiterverkaufen wollen, achtet auf Markengeräte wie Siemens oder Bosch, dafür kriegt man bei einem Weiterverkauf im Zweifel noch etwas mehr
  3. Achtet auf gut pflegbare Oberflächen die leicht zu reinigen sind
  4. Für mich ganz wichtig: Große Schubläden zum rausziehen und keine Regale -> man hat einen viel besseren Überblick über den Inhalt und nichts verschwindet mehr „ganz hinten“
  5. Lasst euch bei der Kalkulation der Küche nichts auf dem Papier vorrechnen – besteht immer darauf die Zahlen und eventuelle Rabatte am Bildschirm anzeigen zu lassen, so kann der Berater euch nicht über’s Ohr hauen ;-)
  6. Überlegt ihr euch ob eine kleine Spülmaschine reicht? Nehmt gleich die Große! Kleine Spülmaschinen sind tatsächlich teurer!
  7. Wieviel Platz braucht ihr im Kühlschrank? Lasst euch Beispiele zeigen! Wir dachten unser Kühlschrank ist wesentlich größer, da uns die Angaben aus der Broschüre getäuscht haben.
  8. Fragt z.B. bei Wasserhähnen ob es ähnlich Schöne in Günstiger von einer No-Name-Marke gibt, bei den Kleinigkeiten kann man oft auch viel sparen

Puuuh, das war spannend nochmal alles Revue passieren zu lassen … ich hoffe ich habe nichts vergessen! ;-) Falls ihr Fragen habt könnt ihr mir aber gerne jederzeit schreiben.

Kücheninspiration

Quelle der abgebildeten Bilder: Pinterest

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